Das Sozialamt Resonord ist nicht nur in der klassischen Sozialhilfe aktiv, sondern versucht auch immer dort pragmatische Lösungen zu finden, wo sich ein konkretes Problem auftut. Mit dem Projekt „Antigaspi-Frigo“ werden gar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Überschüssige Lebensmittel finden dankbare Abnehmer, während gleichzeitig etwas gegen die Lebensmittelverschwendung getan wird.
Kühlschränke und Regale mit überschüssigen Lebensmittelspenden im Centre médical für jeden zugänglich
Keine Zugangsbeschränkungen
Seit Januar 2021 bereits befindet sich ein Antigaspi-Kühlschrank im Cliärrwer Haus des Resonord. Gefüllt wird dieser mit überschüssigen Lebensmittelspenden von Partnerunternehmen wie Bäckereien und Tankstellen. Da dieses Angebot von der Bevölkerung so gut angenommen wird und Resonord bemüht ist, sein Netzwerk an Partnerunternehmen auszubauen, wurde im April dieses Jahres ein zweiter Antigaspi-Kühlschrank im Centre médical Wintger in Betrieb genommen. Genau wie in Clerf werden die Lebensmittel der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gelten keine Zugangsbeschränkungen. Jeder, der etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun möchte, darf „mitmachen“ und sich aus dem Kühlschrank bedienen. Zu den am häufigsten eingesammelten Lebensmittelspenden gehören Brot, Brötchen, Sandwiches und süßes Gebäck. Aber auch „convenience food“ von den Tankstellen wie Fertiggerichte, Getränke sowie süße und salzige Snacks erhalten oft eine zweite Chance. Alles, was nicht gekühlt werden muss, wird in Regalen neben den Kühlschränken angeboten.
Dank an Ehrenamtliche und politisch Verantwortliche
Ohne die Hilfe von mehreren Ehrenamtlichen des Resonord könnte dieses Projekt nicht realisiert werden. Dabei handelt es sich um Marie-Jeanne Neser aus Lentzweiler sowie Roby Fischbach, Gilbert Nicklas und Guy Enders aus Wintger. Ihnen gebührt ein besonderer Dank für das wöchentliche Einsammeln und Einräumen der überschüssigen Lebensmittel. Aber auch ohne die Unterstützung der politisch Verantwortlichen wäre dieses Projekt nie zustande gekommen. Da ist auf der einen Seite die Direktion des Resonord, bestehend aus ihrem Präsidenten Robert Arend (Niederwampach) sowie den beiden Vizepräsidenten Fränk Dimmer (Wahlhausen) und Bernard Greischer (Gralingen), die das Projekt von Anfang an gefördert und nach praktischen Lösungen gesucht haben. Auf der anderen Seite ist es der Schöffenrat der Gemeinde Wintger in Person von Lucien Meyers, Alex Thillens und Christophe Arend, der die Räumlichkeiten im Centre médical freundlicherweise zur Verfügung stellt und auch kräftig die Werbetrommel für dieses soziale und gleichzeitig nachhaltige Projekt rührt.
Der Schöffenrat der Gemeinde Wintger und die Direktion des Resonord. V.l.n.r.: Bürgermeister Lucien Meyers, Präsident Robert Arend, Schöffe Alex Thillens, Schöffe Christophe Arend, 1. Vizepräsident Fränk Dimmer, 2. Vizepräsident Bernard Greischer.
Die ehrenamtlichen Helfer des Resonord für die Antigaspi-Frigos in Wintger und Clervaux: Marie-Jeanne Neser, Roby Fischbach (links) und Gilbert Nicklas. Es fehlt auf dem Bild Guy Enders.
Antigaspi-Kühlschrank Wintger
Centre médical
43, Haaptstrooss
9780 Wintger
Antigaspi-Kühlschrank Clerf
Cliärrwer Haus des Resonord
92, Grand-Rue
9711 Clerf
